Ready Player One Review

Ready Player One – Review [spoilerfrei]

Hey ihr Stalker,

ich habe ja schon wieder eine Weile nichts von mir hören lassen. Das war vor allem einer miesen fiesen Angina zu verdanken, die mich relativ lang ans Bett, beziehungsweise an die Couch gefesselt hat. Naja und gerade wenig arbeiten bin ich auch nicht, da bleibt leider oft wenig Zeit für freizeitliche Aktivitäten. So aber ausnahmsweise mal nicht am letzten Freitag, denn da war ich mit Micha von prophecy.design den neuen Blockbuster „Ready Player One“ von Steven Spielberg im Kino schauen.

Der Film war für uns einfach ein Muss! Für Micha, weil er jahrelang in der Gamesbranche tätig war und für mich, weil Gaming und Filme schauen sowieso zu meinen größten Hobbies gehört. Wir haben den Film ausversehen in Englisch geschaut, was mir aber gezeigt hat, wie unauthentisch eigentlich so eine deutsche Synchronisation ist.

Ready Player One – der Plot

Ready Player One spielt in der nahen Zukunft, genauer gesagt im Jahr 2045. Die Welt ist ziemlich hässlich geworden und die Ölvorräte der Erde erschöpft. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist gigantisch und die meisten Menschen wohnen eng zusammengepfercht in tristen Slums. Deshalb verbringen die Menschen ihr Leben lieber in einer virtuellen Welt, wo jeder alles sein kann, nur nicht arm und mittellos – in der OASIS. So auch Wade Watts, beziehungsweise Parzival, wie er seinen Avatar in der virtuellen Parallelwelt nennt. Das ganze geschieht durch allerhand Technik, wie über VR-Brillen bis hin zu gefühlsechten Anzügen, um beispielsweise die Berührungen anderer Spieler zu spüren.

Nun ist es so, dass der Schöpfer der OASIS und Wades absolutes Idol Donovan Halliday verstirbt und den Spielern eine letzte „Master-Quest“ aufgibt – die Suche nach einem Easter Egg (Gamer wissen an dieser Stelle, was gemeint ist). Wer diese „Quest“ als erstes löst, erlangt nicht nur die absolute Macht über die OASIS, sondern auch großen Reichtum in der Realität. Weniger als am Geld und mehr an der Herrschaft über das virtuelle Paralleluniversum ist das Firmenimperium Innovative Online Industries (IOI) interessiert, nur um Profit aus der OASIS zu schlagen. Wade stellt sich der Herausforderung und kämpft mit seinen Freunden, on- sowie offline, um das Easter Egg und somit um das Schicksal der gesamten OASIS.

Ready Player One Review
© Warner Bros.

Meine Meinung

Ja, wo fang ich da am besten an? Mit einer Punktevergabe! Auf einer Skala von 1 bis 10 gebe ich dem Film eine solide 7,5.Warum keine 8, 9, 10? Das liegt vor allem an der Charakterentwicklung und der Umsetzung der realen Welt. Optisch war der Film ein Fest für mich. Ich habe nicht nur einmal zu Micha gesagt „Man, sehen die Figuren schön aus!“. Die Charktere sind wirklich wunderschön designed und animiert. Ich finde, dass animierte Figuren sich oft zu perfekt bewegen, zu geschmeidig und zu flüssig. Das war bei Ready Player One nicht der Fall und hat mir sehr gut gefallen. Besonders am Anfang fiehl es jedoch schwer, der Action visuell zu folgen. Manche Szenen waren einfach zu schnell und hektisch. Die unzähligen Anspielungen auf die Popkultur der letzten Jahrzehnte sind dagegen natürlich ein Fest für jeden Nerd und Geek „fortgeschrittenen Alters“ 😀 Dazu mal ein Einwand von Micha:

„Ja, für welche Zielgruppe ist dieser Film ? Greift auf popkulturelle Elemente zurück, die über 30 Jahre alt sind aber bedient cinematographisch die Aufmerksamkeitspanne von 14 Jährigen.“

Ich sag einfach mal, für beide Zielgruppen! 😛

Etwas schade empfand ich die fehlende Charaktertiefe und -entwicklung der Figuren, mit Ausnahme der Darstelung des mir überaus sympathischen Halliday! Ich habe das Buch zwar (noch) nicht gelesen, spüre aber, dass da sicher viel weggelassen wurde. Die Nebenfiguren gingen ziemlich unter und auch sonst empfand ich den Ablauf der Ereignisse in der realen Welt als ziemlich „schnell“. Aber gut, der Fokus wurde ebend ganz klar auf die OASIS gelegt. Und um einem ganzen Buch wirklich gerecht zu werden, müsste man halt mehrere Teile machen. Von mir aus dürften Filme auch sowieso gern vier Stunden gehen, damit nicht das Gefühl der „Hatz durch den Film“ aufkommt.

Ich kann den Film auf jeden Fall total weiter empfehlen! Geeks und Nerds sowieso, aber auch Leuten, die einfach auf Action stehen. Ein paar andere Filmtipps für schöne Stunden zu zweit findet ihr unter Fünf tolle Filmtipps zum Valentinstag – oder auch nicht.

Und wie fandet ihr den Film?

Ein Gedanke zu “Ready Player One – Review [spoilerfrei]

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